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All die verdammt perfekten Tage • Jennifer Niven [Rezension]





Preis: € 14,99 [D]
Einband: Klappenbroschur
Seitenanzahl: 400
Originaltitel: All the bright places
Meine Wertung: 5/5 Punkte
Reihe: Einzelband
Verlag: Limes
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Inhalt

Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht alleine ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke - das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann - ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden. 

Meinung

All die verdammt perfekten Tage ist für mich eine wirklich wunderbare und besondere Geschichte. Nicht nur die Aufmachung des Buches ist toll sondern auch die Geschichte, die sich dahinter verbirgt. Denn das Thema Depressionen und die Sehnsucht danach sein Leben zu beenden ist sehr schwer umzusetzen. Mit viel Herz und Verständnis erzählt Jennifer Niven die Geschichte von Violet und Finch. Zwei ganz normale Teenager, die sich auf einem Glockenturm treffen und obwohl dort ihr Leben eigentlich enden sollte, hat es den Anschein das etwas ganz Großes und Neues beginnt. 

Violet und Finch sind wie zwei unterschiedliche Farben, die man eigentlich nicht kombinieren kann. Denn während Violet beliebt ist, ist Finch der Freak der Schule. Durch ein Schulprojekt sind sie gewissermaßen dazu gezwungen zusammenzuarbeiten. Zusammen sollen sie Außergewöhnliche Orte besuchen und daraus entwickelt sich ein intensives und vielseitiges Abenteuer, welches die beiden auf viele Proben stellt.

Ganz besonders an der Geschichte gefällt mir nicht nur wie gut das Thema aufgefasst wird sondern auch, dass es nicht nur um Depressionen und Selbstmord geht, Trauer und wie man das Leben bewältigt spielen ebenfalls eine zentrale Rolle. Man begibt sich nicht nur in eine Welt voll düsterer Gedanken vielmehr lernt man die Vielschichtigkeit der Psyche kennen und wie nur eine einzige Person dein ganzes Leben verändern kann. 

Ich muss ehrlich gestehen dieses Buch hat mich gepackt wie kaum ein anderes, der Schreibstil ist genial und einfach auf dem Punkt. Von der ersten Seite an wurde ich das Gefühl nicht los, das jedes einzelne Wort mit bedacht gewählt ist. Ich bin vollkommen sprachlos wie gut diese Geschichte ist, endlich mal wieder ein Buch mit Seele, eines das mich zum nachdenken bewegt und mich das Leben hinterfragen lässt. Es ist nicht nur einfach genial sondern auch poetisch und voller Lebensweisheiten, aus denen man jede Menge lernen kann.

All die Verdammt perfekten Tage erhält von mir 5/5 Punkte und bekommt obendrein noch eine riesen Empfehlung. Begeistert, traurig, glücklich und vor allem sprachlos hat mich diese Geschichte zurückgelassen. Jennifer Niven ist für mich jetzt schon eine Weltklasse Autorin und ich freue mich auf weitere Werke von ihr. Und weil dieses Buch so verdammt perfekt ist, sind hier noch ein paar meiner vielen Lieblingszitate.

Zitate

"Ich habe gelernt, dass es auch Gutes auf der Welt gibt, wenn man genau hinschaut und danach sucht. Ich habe gelernt, dass nicht jeder eine Enttäuschung ist - einschließlich mir selbst - und dass eine dreihundertundachtzig Meter hohe Beule im Boden einem erhabener vorkommen kann als ein Glockenturm, wenn man neben der richtigen Person steht." (S. 26)

" Es heißt das Verlangen, zu sein, etwas zu gelten und wenn der Tod denn kommen muss, tapfer zu sterben, mit einem Knall - kurz gesagt: eine Erinnerung zu bleiben." (S. 119)

"Die meisten Menschen vergessen, das es häufig die kleinen Dinge sind, die zählen. Alle sind so damit beschäftigt, an den Orten des Wartens zu warten. Wenn wir uns hin und wieder daran erinnern, dass es so was wie den Purina Tower gibt und diese tolle Aussicht, wären wir alle glücklicher." (S. 134)

"Du bist alle Farben auf der Welt in ihrer ganzen Herrlichkeit." (S. 149)
Vielen lieben Dank an den Limes Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Tote Lügen Nicht • Kathy Reichs [Rezension]





Preis: € 9,99 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 576
Originaltitel: Déjà Dead
Meine Wertung: 4/5 Punkte
Reihe: Auftakt einer Reihe
Verlag: Heyne<
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Inhalt

Tempe Brennan ist forensische Anthropologin in Montreal. Skelette und verweste Körperteile gehören zu ihrem Alltag. Als die 23-jährige Isabelle missbraucht, erdrosselt und zerstückelt in Müllsäcken aufgefunden wird, erinnert sich Tempe an einen Fall ein Jahr zuvor. Sie versucht, die beiden Verbrechen mit drei weiteren Leichen in Verbindung zu bringen. Doch Detective Luc Claudel nimmt sie nicht ernst. Sie recherchiert auf eigene Faust und lenkt so die Wut des Serienkillers zunächst auf ihre Freundin Gabby, dann auf ihre Tochter Katy und schließlich auf sich selbst.

Meinung

Erstmals aufmerksam bin ich über die Serie Bones - Die Knochenjägerin auf die Buchreihe geworden, denn bis dahin war mich nicht bewusst, dass die Serie ursprünglich auf Büchern basiert. Daher war ich auch sehr gespannt, wie mir das Buch im Vergleich zur Serie gefallen wird.

Tempe Brennan arbeitet als forensische Anthropologin in Montreal. Als an ihrem freien Wochenende, in einem Park, menschliche Knochen gefunden werden und sich herausstellt das es sich um die Überreste einer jungen Frau handelt, hat Tempe keine andere Wahl als sich an den Ermittlungen zu beteiligen. Schon nach kurzer Zeit wird Tempe klar, dies ist kein gewöhnlicher Fall, denn es tauchen weitere weibliche Leichen, mit ähnlicher tötungsweise auf. Doch niemand findet großen anklang an den Vermutungen der Anthropologin, dass es sich hier um einen Serienmörder handeln muss. Als Temperance eigene Ermittlungen anstellt, gerät sie schnell ins Visier des Mörders und bringt damit nicht nur sich selbst in Lebensgefahr.

Das fachmännische Wissen der Autorin, ihr flüssiger und spannender Schreibstil hauchen der Geschichte und deren Figuren viel Leben ein. Ich konnte mir Tempe als Protagonisten sehr gut vorstellen und auch an Einfühlungsvermögen für die einzelnen Charaktere fehlte es mir nicht. Ganz toll hat mir neben Tempes Persönlichkeit, auch die Tatsache gefallen, dass sie eine Schattenseite besitzt. Denn hinter dem klugen Kopf und ihrer hervorragenden Arbeit, ist Tempe trockene Alkoholikerin und hat Probleme mit Männern. Dies lässt sie verwundbar und echt wirken, denn meist gehen genau solche Eigenschaften, welchen einen Charakter rund machen, sehr schnell verloren oder hinter einer scheinbar perfekten Fassade verloren.

Mein Fazit ist daher, das ich dieses Buch wirklich jedem empfehlen kann, der gerne Thriller und Krimis liest. Geeignet ist die Geschichte aber auch für diejenigen, die sich für anthropologische und forensische Vorgänge interessieren, da die Autorin selbst in diesem Bereich arbeitet und somit auch detailliertes Wissen wiedergibt. Außerdem mangelt es nicht an Spannung, sodass man flüssig und ohne größere Durststrecken durch die Geschichte kommt.
Vielen lieben Dank an den Heyne Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Salz und Stein • Victoria Scott [Rezension]





Preis: € 16,99 [D]
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 480
Originaltitel: Salt and Stone
Meine Wertung: 4/5 Punkte
Reihe: Abschluss einer Dilogie
Verlag: cbt
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Inhalt


Das Brimstone Bleed geht in die zweite und letzte Runde. Tella hat mehr als einen Freund verloren. Einzig ihr Pandora Madox ist tapfer an ihrer Seite. Kann sie das Rennen gewinnen und ihren Bruder retten? Kann sie die Veranstalter des Brimstone Bleed ein für alle Mal vernichten, damit niemand mehr so leiden muss wie sie? Und was geschieht mit Guy und ihr – kann die Liebe über alles siegen, oder bleibt sie auf der Strecke?

Meinung

Nachdem mich der erste Band der Brimstone Bleed Reihe positiv überrascht hat, musste ich unbedingt wissen wie die Geschichte ihr vermeintliches Ende findet, Vermeintlich sage ich deshalb, weil das Ende sehr offen gestaltet ist. Man könnte das ganze also noch mit einer Fortsetzung weiter oder gar wirklich zu Ende führen.

Erzählt wird die Geschichte wieder aus der Ich-Perspektive von Tella, auch war der Einstieg ins Geschehen wieder sehr flüssig und ich konnte mich schnell wieder auf alles einlassen. Bevor das nächste Rennen beginnt, verbringt man einige Kapitel im Camp, wo Tella sich mit dem Konflikt ihr gegenüber selbst, auseinander setzen muss.

Obwohl ihre Gedankengänge teils wirklich naiv waren, ich manchmal das Gefühl hatte, sie entwickle sich null weiter und sie auch auf Grund dieses Denkens einige komische und auch dumme Entscheidungen trifft, blieb sie mir trotzdem sehr sympathisch. Das schafft selten eine Figur aber Tellas Kampfgeist hat mich sehr überrascht und auch sehr bei Laune gehalten, was die Charakterzüge der Figuren angeht. Denn wie im ersten Teil, habe ich immer noch das Problem, das die meisten Figuren nur Oberflächlich bleiben und kaum in die Tiefe gehen.

Von Charakteren, dummen Entscheidungen und Oberflächlichkeiten mal ganz abgesehen, hat sich die Idee der Geschichte wirklich weiter entwickelt. Die Spannung wird stets aufrecht erhalten, der Schreibstil ist ohnehin wirklich toll, locker und bringt den Leser zügig durch die Geschichte, ohne das man dass Gefühl hat, etwas zu verpassen. Das Setting ist wie schon im ersten Band interessant gestaltet und bringt viel Aufregung mit sich. Auch haben mir die Pandoras wieder sehr gefallen, sie sind ein großer Teil der Geschichte, welchen ich wirklich mag und welcher auch diesen besonderen Touch mitbringt.

Ich vergebe 4 Punkte an Salz und Stein, denn obwohl die Figuren keine große Entwicklung erfahren, hat sich die Idee der Geschichte nochmal verbessert und auch an Spannung hat es nicht gemangelt. Das Ende ist zwar sehr offen und einige Dinge hätte man noch etwas ausbauen können, aber ich würde dennoch weiterlesen, falls ein weiteres Buch der Reihe erscheinen sollte, im eigentlichen bin ich jedoch mit dem Ende sehr zufrieden.
Vielen Dank an den cbt Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

My Dear Sherlock - Wie alles begann • Heather Petty [Rezension]





Preis: € 14,99 [D]
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 320
Originaltitel: Lock & Mori #1
Meine Wertung: 4/5 Punkte
Reihe: Auftakt einer Reihe
Verlag: cbj
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Inhalt

London 2015: Als das 17-jährige Genie Sherlock auf die 16-jährige James „Mori” Moriarty trifft, ist er fasziniert von ihrem Scharfsinn und ihrem Witz. Zwei Seelenverwandte haben sich gefunden – und als kurz nach ihrer ersten Begegnung im Regentspark ein schauerlicher Mord geschieht, dessen Opfer in der Jugend mit Moris verstorbener Mutter befreundet war, begibt sich das Mädchen auf die Suche nach dem Täter. Sherlock immer an ihrer Seite werden sie beide tief hineingezogen in die Vergangenheit von Moris Familie und decken ein schreckliches Geheimnis auf. Sollte Moris gewalttätiger Vater ein Mörder sein – und hat er sein nächstes Opfer womöglich schon im Visier?

Meinung

In My Dear Sherlock - Wie alles begann erfindet Heather Petty die Geschichte des berühmten Sherlock Holmes und dessen Erzfeind Moriarty, auf eine ganz erstaunliche und besondere Weise neu.

Erzählt wir die Geschichte aus der Perspektive der 16-jährigen James Moriarty, auch Mori gennant, und anders als man erwartet ist Mori kein Mann, sondern eine junge Frau. Scharfsinnig und sehr sympathisch berichtet sie aus ihrem täglichen Leben und erzählt sowohl von den guten, wie auch den schlechten Seiten. Denn Moris Familiäres Umfeld ist alles andere als in Ordnung, Tag für Tag versucht sie sich und ihre Geschwister, vor ihrem tyrannischen Vater zu schützen. Durch Moris ehrlicher Schilderung bekommt man einen tiefen und sehr bedrückenden Eindruck ihres Alltags, welchen man so hautnah mit erlebt und welcher der Geschichte viel Leben einhaucht.

Mori und Sherlocks Wege kreuzen sich Zufällig und aus dieser simplen Begegnung entwickelt sich schon bald eine tiefe Freundschaft die sich langsam zu einer erfrischenden und schönen Liebesgeschichte entwickelt. Sherlock dem man wie seinem "Vorgänger" wenig Interesse am weiblichen Geschlecht zutraut, überrascht sowohl dadurch, wie auch mit seinem intelligenten und schamlos charmanten Gemüt, welches sich zwar nicht sehr von dem seines "Vorgängers" unterscheidet, aber mich als Leser trotzdem sehr begeistern und in seinen Bann ziehen konnte.

Zu dem Fall, den die beiden bearbeiten kann ich nur sagen, das er die Geschichte nur noch spannender macht und man bis zur letzten Seite gar nicht aufhören kann zu lesen. In Verbindung mit den außergewöhnlichen und sehr sympathischen Charakteren, macht die Handlung und der Verlauf der Geschichte eine große und eine wortwörtlich atemberaubende Entwicklung mit.

Ich vergebe 4 Punkte und empfehle die Geschichte nicht nur allen Sherlock Fans, sondern auch denjenigen die gerne Jugendbuch-Krimis lesen. Mit My Dear Sherlock seit ihr wirklich bestens bedient und könnt euch sowohl auf einen spannenden Kriminalfall freuen, wie auch auf eine Geschichte in der Familie, Freundschaft und Liebe eine wichtige und nicht zu verachtende Rolle spielen.
Vielen Dank an den cbj Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Death Marked Die Magierin der Assassinen - Leah Cypess [Rezension]






Preis: 8,99 € 
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 352
Originaltitel: Death Sworn
Meine Wertung: 4/5 Sterne 
Reihe: Death Sworn
Band: 1/3
Verlag: cbj
Kaufen: Amazon



Ileni ist der aufgehende Stern am Magierhimmel der Renegai – bis sie auf unerklärliche Weise ihre Kräfte verliert, und damit ihr Ansehen, ihre Zukunft und sogar ihre große Liebe. Gemäß einem alten Abkommen wird sie alleine ins Höhlenreich der verfeindeten Assassinen gesandt, um diese in Magie zu unterrichten. Ein Himmelfahrtskommando, wurden ihre beiden Vorgänger doch ermordet! Als Ileni Nachforschungen anstellt, findet sie in dem gut aussehenden Assassinen Sorin einen unerwarteten Verbündeten. Doch dann kommt sie einem furchtbaren Geheimnis auf die Spur, das alles erschüttert, woran sie je geglaubt hat – und steht vor einer tödlichen Entscheidung …
Ileni ist Magierin, dazu noch eine der Mächtigsten der Renegai, doch dann ändert sich alles schlagartig und Ileni verliert auf unerklärliche Weise ihre Kräfte. Und damit auch ihr Ansehen, ihre Zukunft und ihre große Liebe. Nun muss Ileni auf Grund eines alten Abkommens ins verfeindete Höhlenreich der Assassinen gesandt, um dort Magie zu unterrichten. Schnell merkt Ileni das es dort nicht mit rechten Dingen zu geht und muss schon bald eine schwerwiegende Entscheidung treffen.

Der Einstieg in die Geschichte ist relativ flüssig, mir fiel es nicht schwer in das Geschehen zu finden und auch der erste Kontakt mit der Protagonistin war sehr Positiv. Auf den ersten Blick scheint Ileni etwas seltsam, man weiß nicht so recht wie sie tickt und was hinter ihrer Persönlichkeit steckt. Ileni bleibt immer etwas geheimnissvoll und das macht sie als Protagonistin so interessant.

Auch die Handlung hat mir wirklich gut gefallen, die Idee ist mir bisher in keinem anderen Buch das ich gelesen habe begegnet. Jedoch muss ich auch sagen das die Handlung zwischendurch etwas abnahm, es ein paar Durststrecken gab und es dadurch schwierig war in der Geschichte zu bleiben. Dennoch ist die Story weitest gehend spannend, die Figuren sind interessant gestaltet und auch der Schreibstil hat mir sehr gefallen.

Eine spannende Geschichte, die durch einen tollen Schreibstil schnell und flüssig zu lesen ist, kann ich jedem ans Herz legen der Lust auf eine leichte Fantasy Lektüre hat. Zwar gibt es zwischendrinn ein paar tiefen, dennoch ist die Geschichte gut geschrieben und bringt einige tolle Figuren mit sich.
 Vielen Dank an den cbj Verlag für dieses Rezensionsexemplar!