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Nachruf auf den Mond - Nathan Filer [Rezension]

Miri | 28 April 2015 | Kommentieren




Preis: 19,99 € 
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 320
Originaltitel: The Shock of the Fall
Meine Wertung: 4/5 Sterne 
Reihe: -
Band: 1/1
Verlag: Droemer Knaur
Kaufen: Amazon




Matthew Homes ist ein begnadeter Erzähler, und Patient der Psychiatrischen Klinik in Bristol. Um dort dem trostlosen Alltag zu entfliehen, schreibt er seine Geschichte auf – und die seines Bruders Simon, der im Alter von elf Jahren während des Campingurlaubs in Cornwall starb. Selbst nach zehn Jahren gibt sich Matthew immer noch die Schuld am Unfalltod seines Bruders. Doch eigentlich ist Simon für ihn gar nicht tot – und Matthew auch kein gewöhnlicher 19-Jähriger. Matthew leidet an Schizophrenie …
Matthew ist 19 und Schizophren, während seines Aufenthalts in einer Psychatrischen Klinik schreibt er seine Geschichte auf - und die seines Bruders Simon, der im Alter von elf Jahren während eines Campingausfluges starb. Aber Simon ist für Matt gar nicht tod und nach all der Zeit trägt Matt die Schuldgefühle des Todes seines Bruders trotzdem noch mit sich rum.

Ich habe schon sehr viel positives über dieses Buch gehört und auch die Thematik der Geschichte hat mich sehr interessiert, weswegen ich es unbedingt lesen musste. 

Matt ist eine ganz spezielle und besondere Person, das liegt nicht nur an seiner Krankheit, sondern auch an seinem ganz eigenen Auftretet. In ihm steckt ein sensibler und kluger Charakter, er ist sympathisch und jemand mit dem man sich total wohl fühlt, auch wenn er im ersten Moment sehr ironisch und unzugänglich erscheint. Total toll an Matthews Art finde ich seinen Sinnn für Humor und Ironie, das er sich so gewählt und direkt ausdrückt, er spricht den Leser persönlich an und man hat das Gefühl das er für alles das richtige Wort sucht um die Geschichte besser in Form zu bringen. Auch konnte ich mich als Leser sehr gut in seine Lage versetzen, man fühlt das was Matt sagen möchte und die Botschaft dahinter.

Unterstrichen wird die Geschichte durch viele schöne und eindrucksvolle Details unterstrichen. So enthält das Buch verschiedenen Bilder/Zeichnungen, Briefe und verschiedenen Schriften, die deutlich machen sollen wo Matt gerade an seiner Geschichte arbeitet. Diese kleinen Details haben nicht nur Frische und Abwechslung rein gebracht, sondern auch geholfen die Geschichte und deren Inhalt zu transportieren.

Durch Nathan Filers Schreibstil wurde die Geschichte erst recht echt. Er schafft es den Spannungsbogen gekonnt konstant zu halten und versteht sich in der Kunst kleine Hinweise zu geben und darauf auf zu bauen. Der Autor bringt dabei viel Gefühl, Tiefe und einiges an Ironie mit. Es macht großen Spaß Matthews Geschichte zu lesen und sich von ihm mitreissen zu lassen.
Nachruf auf den Mond ist ein wundervolles Buch, mit einem beeindruckenden Protgonisten, viel Gefühl, Ironie und Humor. Diese Geschichte macht traurig und bringt einen in den richtigen Momenten zum lächeln. Eine ganz und gar authentische Geschichte mit Tiefgang!
Vielen herzlichen Dank an den Droemer Knaur Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Wie viel Leben passt in eine Tüte - Donna Freitas [Rezension]

Miri | 26 April 2015 | 6 Kommentare




Preis: 8,95 € 
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 304
Originaltitel: Survival Kit
Meine Wertung: 5/5 Sterne 
Reihe: -
Band: 1/1
Verlag: dtv
Kaufen: Amazon


Ein iPod mit Liedern, ein Foto mit Pfingstrosen, ein Kristallherz, Papiersterne – das alles befindet sich in der schlichten braunen Papiertüte mit der Aufschrift Roses Survival Kit, die Rose am Tag der Beerdigung ihrer Mutter findet. Es ist ein letztes Geschenk ihrer Mutter und der Beginn einer Reise. Zögernd lässt Rose sich darauf ein und jeder Gegenstand scheint sie dabei auf seltsame Art zu Will zu führen, für den sie schon bald mehr empfindet als bloße Freundschaft.
Als Rose Mutter stirbt ist alles was sie ihr hinter lässt ein riesger Scherbenhaufen, eine einsame Katastrophe und ein Survival Kit, das sie zwischen den Sachen ihrer Mutter findet. Jedes der enthaltene gegenstände soll Rose helfen zurück ins Leben zu finden und führt sie dabei auf Seltsame Weise zum schüchternen Will, für den sie bald mehr empfindet als Freundschaft.

Rose, die Protagonistin, war mir von der ersten Seite an mehr als sympathische. Sie ist eine liebevolle, spannende und den Umständen entsprechend eine starke Person. Man kann sich sehr gut in ihre Lage hinein versetzten und spürt den Druck, die Angst und Einsamkeit ohne ihre Mutter.

Neben Rose ist natürlich auch Will ein wundervoller Charakter. Er hat genau wie Rose jemanden sehr wichtiges in seinem Leben verloren. Hinter seiner ruhigen und schüchternen Maske steckt ein junger Mann, voll wunderlichkeit und charme. Will ist hinreissend, seine Art liebevoll und seine Beziehung zu Rose ist wunderschön. Die beiden passen einfach unheimlich gut zueinander.

Die Handlung ist kurz gesagt wunderschön und vollkommen. Ich habe mich von der ersten Seite an wohl, geborgen und angekommen gefühlt. Jede Seite ist gefüllt mit behutsamer liebe, Abenteuer und etwas das ich nur als dieses Gefühl das man beim Duft vom Frühling zum Sommer hat beschreiben kann. Die Geschichte verbindet Glück, Verlust, Liebe, Familie und Freundschaft perfekt miteinander.

Auch ganz besonders gefällt mir der Schreibstil der Autorin, welcher ruhig wirkt aber gleichzeitig wild und poetisch ist. Ich hatte das Gefühl ein 300 Seitiges Gedicht zu lesen und als es vorbei war hatte ich den unendlich starken Drang gleich noch mal von vorne zu beginnen! Unterstrichen wird dieses unheimlich schöne Geschichte von Songst zu jedem Kapitel und rundet die schönheit dieses Buches ab.
"Wie viel Leben passt in eine Tüte" ist ein wundervolles Buch, voll Liebe, Verlust und Familie. Eine Geschichte die mich vom ersten Satz in ihren Bann gezogen hat und mich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mit genommen hat. Ich bin begeistert, verliebt, verletzt und kann diese unheimlich schöne Geschichte nur jedem mit auf den Weg geben. 

Vielen lieben Dank an den dtv Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Rain Das tödliche Element - Virginia Bergin [Rezension]

Miri | 18 April 2015 | 2 Kommentare




Preis: 16,99 € 
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 416
Originaltitel: Rain
Meine Wertung: 3/5 Sterne 
Reihe: Rain
Band: 1/2
Verlag: KJB
Kaufen: Amazon






Samstag, Partyabend. Ruby und ihre Freunde feiern ausgelassen bis in die Nacht. Was keiner ahnt: Es wird das letzte Mal sein. Ruby wird ihre Freunde niemals wiedersehen. Und sie wird auch Caspar zum ersten und letzten Mal geküsst haben. Denn in dieser Nacht kommt der giftige Regen, der ein tödliches Virus bringt. Die Menschheit rast ihrem Untergang entgegen. Wer nicht gleich stirbt, kämpft mit allen Mitteln ums Überleben. Freunde werden zu Feinden, Kinder zu Waisen, Nachbarn zu Gesetzesbrechern. Auch Ruby ist von einem Tag auf den anderen völlig auf sich allein gestellt. Inmitten von Tod, Chaos und Angst macht sie sich verzweifelt auf die Suche nach überlebenden Verwandten. Doch es gibt auch Hoffnung. Ruby erhält ein Lebenszeichen ihres totgeglaubten Vaters …
Das Cover gefällt mir wirklich gut und auch der Inhalt klingt spannend. Ich hatte dementsprechend auch eine super Geschichte erwartet, aber leider konnte mich die Geschichte nicht ganz so mitreissen wie ich gehofft hatte.

Für mich hat Ruby, die Protagonistin, nicht wirklich in die Geschichte gepasst, teilweise fand ich sie nervig und ihrer Handlungen konnte ich oft nicht nachvollziehen. Sie befindet sich in mitten der Endzeit, es gibt wenig bis kaum Ressourcen und sie putzt sich die Zähne mit Cola. Ich konnte einfach gar keinen Bezug zu ihr oder verständnis für ihren Handlungen aufbringen. 

Dazu kommt noch das ihr Charakter weitgehend unsympathisch ist. Die Menschen um sie herum behandelt sie ebenfalls nicht besonder nett, selbst Überlebende, wie ein Junge aus ihrer Klasse der ihr nur helfen will, behandelt sie wie den letzten dreck und hält sich für was besseres. Ich habe Ruby als sehr anstrengend empfunden, was den Spaß am lesen etwas gehemmt hat.

Postiv wiederrum waren die Nebencharaktere, wie z.B Rubys Stiefvater. Er versteht die Lage und weiß was zu tun ist. Er sorgt sie um Ruby und versucht sie solange es geht am Leben zu erhalten. Dazu kommt das er mir im gegensatz zu Ruby wirklich sympathisch war und ich mir gewünscht hätte er würde länger in der Geschichte verweilen.

Ganz toll finde ich auch die Idee hinter der Geschichte. Ich mag Endzeit und Dystopien wirklich gerne. Der Anfang und das Ende haben mir ebenfalls gut gefallen, den Mittelteil fand ich eher mau, er wird von vielen Durststrecken durchzogen und Rubys Logik macht einen echt zu schaffen. Den Schreibstil fande ich nur bedingt gut, Rubys ausdrucksweise ist oft nervig und einfach ungewohnt!
Im großen und ganzen ist die Geschichte okay, die Ideen gefallen mir und auch Anfang und Ende des Buches haben mir gefallen. Schade finde ich und das sind auch die ausschlaggebenden Kritikpunkte, das Ruby einfach so eine unsympathische Person ist, ihrer Logik ist nicht nach zu voll ziehen und auch der größte Teil der Umsetzung ist mehr mau als gut. Ich hoffe das der zweite Band und Abschluss dieser Dilogie besser wird!



Vielen lieben Dank an den KJB Verlag für dieses Rezensionsexemplar